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dumapark

1. Platz

typologie

wohnbau

wohnungen

dichte

56

1,8

ort

jahr

liezen

2015

Städtebauliche Aspekte

 

Zwei versetzt angeordnete Baukörper in Nord-Süd-Richtung, die den räumlichen Abschluss zur Döllacherstraße bilden, reagieren auf die umgebende Bebauung – es gibt keine, den Maßstab-sprengende, durchgehende straßenbegleitende Bebauung!

 

Durch die versetzte Anordnung der Gebäude wird der Straßenraum in attraktive, platzartige Vorbereiche zoniert, außerdem entsteht so eine angenehme Distanz der Wohnungen zur Döllacherstraße.

 

Die Sockelzone des ersten Bauabschnittes für Büros und Dienstleistungen beherbergt am Dach sowohl die Freiflächen des Kinderspielbereiches als auch die Privatgärten der unteren Wohnungen, sodass keine „Ausweichspielflächen“ notwendig werden. Somit entsteht eine angenehme Entfernung des Wohngebäudes zum westlich gelegenen Bestandsgebäude.

 

Durch Abrücken des Wohngebäudes des BA-1 von der nördlichen BA-Grenze wird ein aufwändiger Anbau an die Bestandshalle vermieden und zugleich ein Zugang für die Freiflächen und den Kinderspielplatz geschaffen.

 

Zusammen mit den Freiflächen des BA-2 ergibt sich ein zusammenhängender großzügiger Erholungsraum mit guter Besonnung und Aussicht. Private Gärten gibt es nur für die Wohnungen im BA-1 (siehe Diagramm Kommunikation / Freizeit / Erholung).

 

Ein zentral gelegener Gemeinschaftsraum für betreubares Wohnen liegt gut erreichbar für alle Bewohner mit Blickkontakt zum Straßenraum. Dieser interner Kommunikations- und Freizeitbereich liegt erhöht über dem öffentlichen Straßenraum, kann aber durch seine visuelle Präsenz zu einer sozialen Belebung beitragen (siehe Diagramm Kommunikation / Freizeit / Erholung).

 

Die Abschirmung des Freibereiches zum öffentlichen  Straßenraum erfolgt durch eine freistehende Mauer, die zugleich die beiden Wohngebäude miteinander verbindet. Die verputzte Mauer, die mit einer transparenten Schallschutzpergola versehen den internen Freibereich von der Straße abschirmt, verwebt gleichermaßen die beiden Wohngebäude zu einer Einheit (siehe Ansicht Ost).

 

Zwei voll funktionstüchtige Bauabschnitte sind geschaffen, die unkompliziert und kostensparend, problemlos zeitversetzt errichtet werden können.

 

Die zwei Wohngebäude bestehen aus maximal fünfgeschossigen Baukörpern mit einem zurückversetzten sechsten Geschoss, mit je einem Lift, Laubengangerschließung und Teilunterkellerung im BA-2.

 

Im Norden wird das Wohngebäude des BA2 von der Straße abgerückt, sodass ein respektabler Vorplatz für den Dienstleister in der Erdgeschoßzone entsteht.

 

 

Wohnlaubengang

 

Der Wohnlaubengang ist von der Fassade abgesetzt und hat durch klar abgegrenzte Terrassenbereiche, die den Küchen vorgelagert sind, blickgeschützte Vorzonen, die getrennt vom eigentlichen Laubengang ungestört genutzt werden können.

 

Wohnungskonzept Betreubares Wohnen

 

Betreubares Wohnen nur im BA-2: im Gartengeschoss mit Gemeinschaftseinrichtungen und über die Obergeschosse verteilt angeordnet.

 

Betreubare Wohneinheiten könnten auch hier zentral oder - wie hier vorgeschlagen kombiniert mit größeren Familien-Wohneinheiten angeboten werden. Durch diese Anordnung wird eine Gettoisierung der SeniorInnen vermieden und die Möglichkeit für Sozialkontakte erhöht. Laubengangterrassen einer Seniorenwohnung und einer Familienwohneinheit lassen sich als gemeinsamer Kommunikationsbereich nutzen (siehe Ausschnitt Wohnebene).

 

Gemeinschaftseinrichtung Betreubares Wohnen

 

Ausbaufähiger Gemeinschafts-- und Kommunikationsbereich mit Gartenbezug und möglicher Öffnung zur Allgemeinheit. Durch die zusätzliche Erreichbarkeit und Öffenbarkeit nach außen gibt es keinen Zwang zur Begegnung, vielmehr die Möglichkeit für die Entwicklung von wertvollen Sozialkontakten – auch nach außen hin (siehe Diagramm Kommunikation / Freizeit / Erholung).

 

Erweiterung und Ausbau des Überdachten Freibereiches neben den Gemeinschaftsräumlichkeiten bei Bedarf für Weiterbildungsangebote von außen, Workshops für alt und jung, Kinderbetreuung durch SeniorInnen usw.