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gemeindezentrum inklusive wohneinheiten 

typologie

bauherr

gemeindezentrum / wohnbau

öwges

status

wohnungen

gebaut

23

ort

jahr

hart bei graz

2014

 

 

 

Städtebauliche Aspekte

 

Ein Baukörper in Nord-Süd-Richtung bildet den räumlichen Abschluss des Gemeindezentrums entlang des Josef- Kamper- Ringes und lässt mit einem quergestellten Saalgebäude im Norden einen attraktiven Gemeindeplatz entstehen.

 

Der Platz und das Gemeindeamt sind gegenüber der südlichen und östlichen Grundgrenze  leicht erhöht, wodurch  das Gemeindeamt entlang der abfallenden Strasse an der Westseite gut positioniert ist.

 

Durch den Baukörper mit Laubengangerschließung in den Wohngeschossen wird bei der geplanten Wohnungsanzahl eine Viergeschossigkeit mit zurückspringendem Penthousegeschoss möglich, was eine Ensemblewirkung mit den Bestandsgebäuden des Gemeindezentrums erzeugt.

 

 

Verkehrserschließung

 

Um zur Tiefgarage zu gelangen, benutzt man die bestehende östlich gelegene Stichstraße (siehe Diagramm Erschließung)

 

Die Besucherparkplätze sind dermaßen der umliegenden Aufschließungsstraßen angeordnet, dass  ein großzügiger, attraktiver Platz vor dem  Gemeindeamt entsteht.

 

Fußläufig erreicht man den Gemeindeplatz - und somit den Zugang zu den Wohnungen, zum Gemeindeamt und zum Festsaal -  über den Johann-Kamper-Ring und zusätzlich über eine bequeme Verbindung entlang der östlichen Seite des Festsaales, über die man von der vorgeschlagenen Bushaltestelle an der Pachern- Hauptstrasse zum Platz gelangt. (siehe Diagramm fußläufige Erschließung)

 

Interne Erschließung

 

Sämtliche Funktionsbereiche werden über ein  zentrales Stiegenhaus mit Lift erschlossen (Wohnungen / Gemeindeamt / Archiv im Keller / Tiefgaragenaufgang/). Die Wohnungen, das Gemeindeamt selbst und der Festsaal,  werden somit gut sichtbar vom Platz aus erschlossen.

 

Eine mögliche funktionelle Trennung des Festsaales vom Gemeindeamt erlaubt eine passagenartige Verbindung zwischen Platz und zukünftigen Gemeindepark

 

 

Räumliche Organisation des Wohnbaus

 

Alle  Wohnungen werden über einen ostseitigen Wohnlaubengang  mit Blick auf den Gemeindeplatz erschlossen.

Der Wohnlaubengang hat durch klar abgegrenzte Terrassenbereiche, die den Küchen und Schlafräumen vorgelagert sind, blickgeschützte Vorzonen, die getrennt vom eigentlichen Laubengang ungestört genutzt werden können. 

 

Die Fenster der Schlafräume werden zusätzlich zum privaten Terrassenbereich hin orientiert.

 

Schallschutz

 

Auf der Westseite mit Blick auf den Park ist bei jeder Wohnung eine Schallschutz-Loggia vorgesehen. 

 

Somit ist  bei einer Wohnung entweder beidseitig oder nur auf der Ost- oder auf der Westseite ein schallgeschützter Freibereich möglich oder auf einfache Weise nachrüstbar, an dem auch jeweils ein Schlafzimmer angebunden ist.

 

 

Erholungsraum für die Bewohner

 

Die Wohnlaubengangebene im 1. Obergeschoss mündet in Form einer platzartigen Erweiterung in einen teilweise witterungsgeschützten Kleinkinderspielplatz , der in geschützter Lage zur Pachern- Hauptstrasse unmittelbar über dem Festsaal gelegen  ist, welcher durch eine „Laterne“ des Festsaales( Saaloberlicht) abgegrenzt ist und freien Ausblick über den Platz hinweg Richtung Süden gewährleistet. 

 

 

Räumliche Organisation des Gemeindeamtes 

 

Das Gemeindeamt betritt man vom östlich gelegenen Gemeindeplatz  über ein großzügiges Foyer  im Erdgeschoss, in dem das Bürgerservicebüro  integriert ist.

  

Von hier gelangt man über einen kleinen Wartebereich in die Amtsräumlichkeiten (Bürgermeister, Amtsleiter, Bauamt, Sekretariat, Buchhaltung).

 

Vom Foyer gelangt man auch  in den Sitzungssaal dem ein Infobereich mit kleiner Garderobe vorgelagert ist.

 

Unmittelbar zwischen Sitzungssaal und den Amtsräumlichkeiten ist der Sozialraum mit Teeküche angeordnet (optimale Versorgung bei Veranstaltungen).

 

Zwischen Sozialraum und Sitzungssaal ist statt dem vorgeschlagenen Nebeneingang von der Westseite das Reservebüro möglich, welches wegen  der Nähe zum Sitzungssaal auch für Kleingruppenbesprechungen geeignet ist.

 

Der Festsaal (Trauungssaal) der den räumlichen Abschluss  des Gemeindeplatzes im Norden bildet und zugleich durch seine „Laterne“ gleichsam zeichenhaft die Präsenz eines Gemeindeamts  bzw. Gemeindezentrums von der Pachern- Hauptstrasse aus  gesehen unterstreicht, funktioniert eigenständig und lässt sich vom Betrieb des Gemeindeamts abtrennen (Foyer/ Garderobe/ Sanitär / Catering)

 

Wert gelegt wird auf eine flexible, leicht anpassbare Raumaufteilung im Gemeindeamt durch einfache Tragstruktur und Haustechnikverteilung  im Kern  des Gebäudes.

 

Optimierung der städtebaulichen Qualität

 

Ensemblewirkung erzeugt  stadträumliche Präsenz und Qualität eines Gemeindezentrums mit Gemeindeamt und darüberliegendem Wohnbau.

repräsentatives, gut sichtbares Gemeindeamt mit attraktiv gestalteten Vorplatz, welches gut sichtbar in Erscheinung tritt

von Osten gesehen entsteht ein  klarer Abschluss durch  einen nach Süden vorspringenden Kopfbau

vom Johann – Kamper- Ring aus erlebt man den leicht erhöhten Gemeindeplatz, im Westen den   vorspringenden Sitzungssaal sowie von der Pachern- Hauptstrasse die  Festsaal- Laterne  mit fußläufiger Verbindung zum Platz).